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Theater

Die Möwe

Regie:
Peter Zadek
Schauspieler:
Rosel Zech, Ulrich Wildgruber, Wolfgang Feige, Gottfried Herbe, Lola Müthel, Hermann Lause, Hans Mahnke, Helmut Erfurth, Tamara Kafka, Brigitte Janner
   
Rolle:
Nina
Beschreibung:
Diese Nervosität bei allen! Diese Nervosität! Und viel zuviel Liebe ... Der See macht alle verrückt.» Es ist Sommer. Fern der Hauptstadt hat sich auf dem Land eine illustre Gesellschaft versammelt. Die Arkadina, eine berühmte Schauspielerin, ist mit ihrem Geliebten, dem gefeierten Schriftsteller Trigorin, zu Besuch auf dem Gut ihres Bruders Sorin. Es beginnt mit einer Theatervorstellung am Seeufer, Arkadinas Sohn Konstantin hat sein eigenes Stück inszeniert, ein Manifest für ein neues Theater. Das ist sein Traum. Er will das Theater revolutionieren, wenn er schon die Welt nicht ändern kann. Er will die Liebe der jungen Nina, die sein Stück spielt, und die Anerkennung seiner Mutter gewinnen. Die Aufführung des Stückes wird für Konstantin zum Desaster. In der Niederlage kann ihm auch seine Mutter keinen Halt geben. Die Arkadina kreist um sich selbst, um die Angst vor der eigenen Leere und vor dem Absturz, vor dem Verlassenwerden. Ihr Sohn bleibt ihr unüberwindbar fremd. Auch Nina ersehnt sich eine Karriere als umschwärmte und erfolgreiche Schauspielerin. Sie verliebt sich in Trigorin. Doch den verfolgt die Furcht vor künstlerischem Mittelmass und Routine, seine Abenteuer und die Welt sind ihm nur noch Material für die nächste Erzählung, den nächsten Erfolg. Nina wird Konstantin zurücklassen und Trigorin in die Hauptstadt folgen. Die Kette der verhängnisvollen Sehnsüchte und verborgenen Lieben ist ohne Ende. Mascha, die Tochter des Gutsverwalters Schamrajew, liebt den unglücklichen Konstantin. Um ihre unerwiderten Gefühle zu töten, heiratet sie Medwedenko, einen deprimierten Lehrer. Der liebt sie, auch wenn sie ihn dafür verachtet. Ihre Mutter Polina schwärmt seit Jahren heimlich für den Landarzt Dorn. Sie möchte mit dem verblühenden Frauenheld ein neues Leben beginnen. Doch sanft und müde will der einen Lebensabend ohne Aufregung und neue Bindungen. Zufrieden scheint nur Schamrajew, der Verwalter, zu sein, er liebt die Kunst nur von ferne, als Zuschauer. Und er liebt das Geld. Er ist die Zukunft. Es ist Herbst. Jahre später. Ein letztes Mal treffen Nina und Konstantin aufeinander. Ninas Karriere als Schauspielerin ist gescheitert. Trigorin hat sie benutzt und verlassen. Die Arkadina hat ihn sich zurückgeholt. Doch noch immer verzehrt sich Nina nur nach ihm. Konstantin sieht all seine Träume und Hoffnungen endgültig zerstört und erschiesst sich. Alle sehnen sich nach Liebe und Anerkennung. Aber sie können einander nicht helfen. Die Alten müssen verteidigen, was sie haben, die Jungen können, was sie sich erträumen, nicht erlangen.
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